1. Armutskonferenz in Gütersloh
Es gibt sie - Armut mitten in Gütersloh
„Geben Sie mir einen kurzen Augenblick und ich erzähle ihnen aus meinen Erlebnissen als Familienpatin.“ Augenblicklich kehrte gespannte Stille ein. 120 Teilnehmer im Publikum im Bürgerkiez der Weberei in Gütersloh verstummten. Das Zuhören lohnte sich. Eine Dame aus dem Kinderschutzzentrum Gütersloh mit grauen Haaren, vielen Lachfältchen und diesem gewissen Etwas an Dynamik erzählte von einem Jungen, der seine Freunde nicht zu sich nach Hause einladen wollte. Zuhause - da wohnt die Armut, die man sehen kann. Die ehrenamtlich Engagierte erlebte bei einem Besuch vor Ort, woran das festzumachen war. Es gab keine Spüleinrichtung in der Küche. „Wo wascht ihr denn das Geschirr?“ fragte sie die beiden. Der Junge antwortete: „In der Badewanne.“ Dieser Einblick war der Helferin Ansporn genug. Sie hörte sich um, fand Freunde, die gerade eine neue Küche gekauft hatten - und bat um die Spüle als Spende für den Jungen und seine Mutter.
Rührende und doch zupackende Erfahrungsberichte - die gab es zuhauf auf der 1. Armutskonferenz in Gütersloh. Lebensnahe Einblicke in den Alltag gepaart mit jeder Menge Fachkompetenz und Wissen aus der Zivilgesellschaft - das machte das Gelingen dieser 1. Armutskonferenz aus.


Neuigkeiten aus der Welt der Sparkassen: Bei der Suche nach einem neuen Präsidenten für den Sparkassenverband Westfalen-Lippe wurde jetzt Liane Buchholz von der Findungskomission vorgeschlagen. Aber es hält sich auch weiterhin das Gerücht, dass unser Landrat Adenauer (CDU) diesen Posten anstrebt, so berichtete Die Glocke am 10. November. Für Demokratie wagen! ist das heikel, denn ausgerechnet Adenauer ist politisch verantwortlich dafür, dass eine leistungsgerechte Vergütung der Sparkassenvorstände in NRW bisher verhindert wurde und weiterhin 



