Klimawoche Gütersloh 2026: Fair – nachhaltig – klimaneutral

  • 1 September 2026
  • jdroop

Vom Wissen ins Handeln: Klimaanpassung beginnt vor Ort

Zum sechsten Mal findet vom 12. bis 19. September 2026 die Klimawoche Gütersloh statt. Unter dem Motto „Fair – nachhaltig – klimaneutral“ bringt sie erneut zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Menschen zusammen. Eine Woche lang geht es um die Frage, wie Klimaschutz und Klimaanpassung konkret vor Ort gelingen können – und was jeder Einzelne, aber auch Politik, Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft dazu beitragen können.

Denn deutlicher als je zuvor gilt: Die Klimakrise ist da. Sie wirkt. Der Sommer hat erneut gezeigt, was steigende Temperaturen bedeuten: Hitzerekorde, Dürre und zunehmender Wassermangel. Auch die gesundheitlichen Folgen werden sichtbar. Die Diskussion darüber, ob Klimaanpassung künftig sogar im Grundgesetz verankert werden soll, zeigt, wie grundlegend die Herausforderung inzwischen geworden ist.
„Klimaanpassung ist das Gebot der Stunde – und die beginnt direkt dort, wo die Menschen zuhause sind“, sagt Jürgen Droop, Mitbegründer der Klimawoche. „Die Klimawoche hält deshalb an ihrem Anspruch fest: Wir wollen vom Wissen ins konkrete Handeln kommen. Jeder kann etwas beitragen.“

Die Klimawoche zeigt, wie vielfältig dieses Handeln sein kann. In Filmen, Vorträgen, Diskussionen, Theater und Mitmach-Aktionen geht es um Klimaschutz und Nachhaltigkeit ebenso wie um die Frage, wie sich Gütersloh an die Folgen des Klimawandels anpassen kann.

Die ash-Gütersloh feiert in diesem Jahr ihr 40. Jubiläum und zeigt mit ihrem Konzept der Nachhaltigkeit, wie Alltagsgegenstände und Kleidung länger genutzt werden können, statt im Müll zu landen. Die Tafel lädt zu Waffeln ein und informiert an ihrem Infostand in der Fußgängerzone über nachhaltige Nahrungsverwertung.

Die Volkshochschule Gütersloh präsentiert die Theaterperformance „The Circle of Nature“ mit Peter Trabner. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Verantwortung, Scheitern und dem Verhältnis von Mensch und Umwelt.

Ein besonderes Zeichen für eine klimafreundliche Mobilität setzt die diesjährige Kidical Mass. Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler werden erwartet. Kinder und Jugendliche der Grundschulen Pavenstädt und Kattenstroth sowie Schülerinnen und Schüler des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums fahren gemeinsam im Korso eine große Runde auf den Straßen. Die Botschaft ist einfach: Fahrradfahren macht Spaß – und klimafreundliche Mobilität kann selbstverständlich werden. Die Kinder machen es uns vor.

Auch die Frage nach den großen Veränderungen unseres Klimas kommt nicht zu kurz. In der Stadtbibliothek geht es unter dem Titel „Kipppunkte – was kippt da eigentlich?“ um die kritischen Schwellen im Klimasystem und darum, welche Folgen sie für unsere Zukunft haben können. Zum Abschluss findet am Samstag das ökumenische Friedensgebet in der St. Pankratius Kirche statt.

Damit verbindet die Klimawoche zwei Perspektiven: Sie will die wissenschaftlichen Zusammenhänge verständlich machen und zugleich zeigen, was daraus für das Leben in Gütersloh folgt. Denn Klimaanpassung bedeutet nicht nur technische Maßnahmen. Es geht um Grün in der Stadt, um Wasser, Schatten und Aufenthaltsqualität, um nachhaltige Ernährung, Mobilität, Ressourcenschonung und um die Fähigkeit einer Stadtgesellschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Zahlreiche Gütersloher Initiativen und Vereine tragen das Netzwerk Klimawoche. Sie machen deutlich, dass Klimaschutz nicht allein eine Aufgabe von Politik und Verwaltung ist, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe.

Das vollständige Programm der Klimawoche Gütersloh 2026 mit allen Veranstaltungen und weiterführenden Informationen findet sich auf der Website der Klimawoche:
klimawoche-gt.de