Rund 2.000 Demonstranten vor Gütersloher Rathaus
Gütersloh. Mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert, bunten Plakaten und lauten Rufen des Unmuts demonstrierten gestern rund 2.000 Schüler, Lehrer und Eltern der neun weiterführenden Schulen vor dem Rathaus gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Stadt im Bereich Bildung. "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen" – so die einhellige Meinung.
"An der Bildung sparen wird teuer", "Wer lesen kann ist klar im Vorteil" oder "Wir wollen Bücher, kein Entertainment", hatten die Schüler auf die Plakate geschrieben, die zahlreich vor dem Rathaus wehten. Während einige der Jugendlichen noch schmunzeln konnten, stand den meisten Beteiligten Wut und Unverständnis deutlich ins Gesicht geschrieben. "Durch die Einsparungen geht ganz klar die Chancengleichheit verloren. Das bestürzt viele Eltern und Lehrer", betonte Christiane Henkenjohann, Mitglied der Elternpflegschaft in der Klasse 6a an der Geschwister-Scholl-Realschule. In der Mediothek der Schule würden die Klassen 5 und 6 bereits früh lernen, selbstständig Themen zu erarbeiten und Referate vorzubereiten. "Wenn es kein Geld mehr gibt, fällt die Lernwerkstatt weg", so Henkenjohann. Sie und viele andere Eltern seien wütend, dass gerade hier, bei der Jugend, gestrichen würde.