Haushaltssicherung

Ein Haushalt kann spannend sein – und lockt trotzdem keine Bürger an

  • 6 February 2014
  • jdroop

Es scheint keinen Bürger hinter dem Ofen hervorzulocken, wenn der Gütersloher Haushalt vorgestellt wird.

Die Veranstaltung „Fragen und Antworten zum Haushaltsentwurf 2014“ mit dem Leiter der Kämmerei Norbert Monscheidt am 29. Januar 2014 in der Weberei hat genau einen (!) Bürger angesprochen und vier Aktive. Das lenkte den Blick für kurze Zeit dann doch zuerst auf die Frage: Was macht man falsch? Ist der Haushalt, also städtisches Geld, welches von uns allen aufgebracht wird, wirklich so uninteressant? Oder darf man den Haushalt nicht in Gänze vorstellen, sondern nur Teilbereiche daraus, in denen sich möglichst viele Bürger wiederfinden? Oder muss man solche Kernfragen doch wieder online einstellen, wo die Nutzer von zuhause aus die Möglichkeit haben, sich in Ruhe und in eigenem Tempo damit zu beschäftigen.

Eine abschließende Antwort kann es hier nicht geben. Es stimmt jedoch nachdenklich – auch und vor allem uns als Initiative, die sich in dem Punkt offensichtlich nicht von den Problemen etablierter Parteien unterscheidet.

Abschied von hohen Standards

Quelle: 
Neue Westfälische, vom 18.01.2010

Neue Sparliste: Auch Stadtmarketing soll bluten / Bibliothek wieder im Fokus

Gütersloh. Mit einer Reihe weiterer Einsparungen quer durch alle Sparten im städtischen Etat versuchen Politik und Verwaltung, der drohenden Haushaltssicherung zu entgehen. Bis zum Jahr 2012 soll der Haushalt um mindestens zusätzliche 4,6 Millionen Euro entlastet werden. Das ist das Ergebnis einer einer siebenstündigen Marathonsitzung am Samstag im Rathaus. Erhofft waren 5,6 Millionen Euro. Offiziell sollen die Ergebnisse erst heute im Hauptausschuss bekannt gegeben werden. Nach NW-Informationen steht unter anderem das Stadtmarketing zur Disposition.

So wollen SPD und BfGT den städtischen Zuschuss für das Stadtmarketing mittelfristig komplett streichen. Das wäre mit einem finanziellen Vorteil von jährlich rund 340.000 Euro verbunden. Freilich solle von heute auf morgen niemand entlassen werden, so die Haltung der SPD. CDU und Grüne, die sich stets für das Stadtmarketing stark gemacht und auch die Gründung der Gütersloh Marketing GmbH (gtm) vor einigen Jahren intensiv vorangetrieben haben, lehnen dies zwar ab. Die Plattform ist aber wohl bereit, Kürzungen bis zu 25 Prozent mitzutragen.

Stadt will weniger Umlage zahlen

Quelle: 
Westfalen-Blatt, vom 16.01.2010

Christine Lang: Notfalls muss auch Kreis in die Haushaltssicherung
Gütersloh (rec). Die Stadt Gütersloh lehnt es ab, weiter die Abschreibungen des Kreisvermögens mitzufinanzieren. In einer Stellungnahme zum Kreishaushalt fordert die Erste Beigeordnete Christine Lang den Landrat auf, Nettoabschreibungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro aus der Umlage herauszunehmen.
Der Vorschlag ist pikant. Denn der Kreis ist die Aufsichtsbehörde der Stadt, die im Ernstfall ein Haushaltssicherungskonzept genehmigen oder ablehnen kann. Mit der Abschreibungs-Umlage trägt der Kreis Lang zufolge jedoch dazu bei, dass die Finanzen der Stadt in solch eine Schieflage geraten sind. Falls der Kreis dem Vorschlag der Ersten Beigeordneten folgen sollte, würde der städtische Haushalt um 1,3 Millionen Euro jährlich entlastet.