Konversion: Lenkungsgruppe begleitet den Prozess
Eine Lenkungsgruppe soll den weiteren Konversionsprozess zur Umstrukturierung der militärischen Flächen in Gütersloh begleiten. Ein entspechender Vorschlag von Bürgermeisterin Maria Unger wurde jetzt von allen Mitgliedern des Hauptausschusses positiv aufgenommen.
Bei der Vorstellung des ersten Grobkonzeptes für den Flugplatz Gütersloh, das das Unternehmen NRW Urban im Auftrag der Landesregierung erstellt hatte, plädierten Sprecher und Sprecherinnen aller Fraktionen für eine enge Abstimmung der Beteiligten auf allen Ebenen. Der Lenkungsgruppe sollen – so die Vorschläge aus der Politik - neben Vertretern des Rates und der Verwaltung auch die Bezirksregierung, der Kreis, die Nachbarkommunen, Umwelt- und Wirtschaftsverbände und NRW Urban angehören.
Für weitere regionale Abstimmung sorgt im April außerdem eine Konferenz der vom Abzug der Briten betroffenen Kommunen in OWL und im angrenzenden Niedersachsen, zu der Maria Unger ihre Bürgermeisterkollegen eingeladen hat.
Der Stadt Gütersloh bescheinigte NRW Urban-Geschäftsführer Franz Meiers, dass sie „gut im Zeitplan“ liege – auch vor dem Hintergrund der britischen Ankündigung aus der vergangenen Woche, bis 2017 den Standort Gütersloh zu verlassen. Zu den Aufgaben für die kommenden Jahre gehören nun die notwendigen Abstimmungsprozesse mit der Regional- und Landesplanung, die Erarbeitung einer Kooperationsvereinbarung mit der Bundesantstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Untersuchungen der Flora und Fauna besonders auf dem Flughafengelände sowie die Klärung der Potentiale für Anlagen der Windenergie und Photovoltaik. Parallel dazu erfolgt die Weiterentwicklung und Präzisierung des Grobkonzeptes. Bürgermeisterin Maria Unger erklärte weiterhin, dass die Bürgerbeteiligung, die im vergangenen Jahr mit Bürgerworkshops und einer guten Resonanz begonnen hat, ebenfalls fortgesetzt werde.