Anonymität verhilft zum Grimme Online Award
Kürzlich sind die Preisträger des Grimme Online Award 2011 bekannt gegeben worden. Darunter ist auch das GuttenPlag Wiki, welches einen erheblichen Teil zur Rückgabe des Doktortitels von Karl-Theodor zu Guttenberg beigetragen hat. Christian Sickendieck von fixmbr.de schreibt dazu sehr treffend:
Immer wieder wird auch in Deutschland darüber diskutiert, ob in einem «freien» Land, wie dem unserem Anonymität überhaupt wichtig sei und man nicht vielmehr dazu verpflichtet ist, mit «offenem Visier» zu kämpfen — gerade im Internet. Das GuttenPlag Wiki und das VroniPlag Wiki sind die wahrscheinlich besten Argumente pro Anonymität, die man jemals im Internet finden konnte. Freiheit bedeutet Mut. Anonymität bedeutet Freiheit. Die Freiheit, dass Argumente zählen und nicht über den jeweiligen Überbringer diskutiert wird.
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Wäre zu Guttenberg gestürzt, wenn die Mitglieder bekannt gewesen wären? Nein, das ist auszuschließen. Die Bild und andere selbsternannte bürgerliche Medien hätten sich auf die Informanten gestürzt, deren Leben bis ins kleinste Detail auseinandergenommen, nicht aber die Sache verfolgt. [...] Die beiden Wikis beweisen auf eindrucksvolle Weise, dass Anonymität keine negativen Begleiterscheinungen mit sich bringen muss, sondern zum Vorteil unserer Demokratie positiv eingesetzt werden kann.
Den kompletten Artikel gibt es hier bei fixmbr.de.
Ergänzend schreibt jemand in einem Kommentar zu diesem Artikel:
Im Internet weiß niemand, ob du ein Hund oder der Papst bist. Die Anonymität schafft nicht nur Freiheit, sondern vor allem Gleichheit. Es zählt nicht dein Renommee, sondern allein die Stichhaltigkeit deiner Argumente.
Wir fühlen uns durch den Erfolg dieser Wikis und der Entscheidung der Grimme Jury voll in unserer Argumentation pro Anonymität im Bürgerhaushalt bestätigt und appellieren weiterhin an die Gütersloher Politik, auch den Bürgerhaushalt 2012 anonym weiterzuführen.