Auf Aufwandsentschädigungen verzichten
Kein Tag vergeht, ohne neue Horror-Meldungen aus dem Rathaus zu vernehmen. Neben verschiedenen Kürzungen/Steuererhöhungen, folgen nun also auch die Kinderspielplätze auf der großzügigen Streichliste. Interessant ist die Aussage, dass nur „sozialpädagogisch unwichtige“ Standorte aufgegeben werden. Ich hoffe, dass wir Sozialpädagogen im Stadtrat haben, die so etwas beschließen. Geradezu widersprüchlich zu sämtlichen Parteiveröffentlichungen sind die gesamten Streichungen im Kinder und Jugendbereich. Anstatt in Bildung und Betreuung zu investieren, um die Wettbewerbsbedingungen unserer Kommune zu steigern, lassen wir sie dramatisch fallen (...)
Interessant ist die Tatsache, dass laut den veröffentlichten, geplanten Streichungen der erste Fachbereich 01 Rat und Bürgermeister mit einem jährlichen Gesamtzuschuss von 1.389.430 Euro bislang noch keine Einsparungen beschlossen hat. Wie wäre es, bei einer so dramatischen Haushaltslage, bei der selbst Schlaglöcher auf den Straßen nur noch provisorisch repariert werden sollen, wenn alle Ratsmitglieder ein Jahr komplett auf ihre Aufwandsentschädigungen verzichten ? Es ist ein Ehrenamt, und die Ehre wäre in diesem Fall, die Kürzungen im Schulbereich zu verhindern.
Trotzdem sollten möglichst viele Bürger auf dem „Haushaltsworkshop“ erscheinen, um deutlich zu machen, was man von den getroffenen Entscheidungen hält. Das Theater, das kaum noch jemand will, wird ja bald feierlich eröffnet. Wie wäre es, wenn wir das Bauende auf nächstes Jahr schieben, denn jeder Tag, den das Theater nicht Verluste produziert, ist ein gewonnner Tag, schließlich werden die „Kulturräume“ von Herrn Kimpel jeden Tag 6.381 Euro Miese in die Stadtkasse bringen, somit 2.329.097 Euro jährlich. (sämtliche Zahlen nachzulesen unter www.haushalt.guetersloh.de).