Pressemitteilung: Neubaupläne zum Hallenbad
Teile der Bürgerschaft (Vereine) sind bereits informiert, jetzt geht es darum, die Gesamtbevölkerung mit ins Boot zu holen. Der Neubau des Hallenbades steht aktuell auf der Tagesordnung des Bürgerhaushalts als einer von 111 Vorschlägen zur Abstimmung. Eingebracht hat ihn die Stadtverwaltung. Diese allzu knappe Darlegung der möglichen Varianten ist jedoch völlig unzureichend für eine Meinungsbildung. „Politik und Verwaltung können jetzt ihr Versprechen auf Transparenz einlösen, indem sie uns Bürger umfassend über alle Zahlen, Fakten und Folgekosten informieren“, sagt Jürgen Droop als einer der Sprecher der Bürgerinitiative ‚Demokratie wagen!‘. “Das kann sowohl in einem Online-Verfahren als auch in Bürgerversammlungen passieren.“
Unsere Bürgerinitiative hatte bereits im Mai 2011 ein solches Verfahren im Rat beantragt. Die Anregung wurde damals vertagt, es müssten erst alle Daten vorliegen, bevor die Bürgerschaft Stellung nehmen könne. „Diese liegen nun vor. Der Weg wäre jetzt frei, die Gütersloher zu befragen, ob und in welcher Form sie ein solch teures Projekt von einigen Millionen € realisiert sehen wollen“, so Detlef Fiedrich von der Bürgerinitiative.
Kommentare
Annette (nicht überprüft)
14. November 2011 - 20:50
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Das alte Hallenbad zu
Das alte Hallenbad zu sanieren ist mit 5,4 Mio. Euro noch viel teurer, als ein neues zu bauen (3,7 - 4,3 Mio. Euro). Das alte ist nach über 50 Jahren so marode, dass es jeden Tag geschlossen werden könnte. Außerdem würde eine Sanierung dazu führen, dass die in die Jahre gekommene Technik weiterhin unnötig hohe Unterhaltskosten in Höhe von ca. 770.000 Euro jährlich verursacht. Das neue Bad würde nur noch mit ca. 360.000 Euro jährlich zu Buche schlagen.
Es gilt somit eigentlich nur noch die Entscheidung zu treffen, ob ein "Sparbad" ohne Berücksichtigung der Belange der Schulen und Vereine gebaut wird oder einen echten Ersatz; ein brauchbares Hallenbad mit Lehrschwimmbecken und 3m-Sprungturm.
Wenn sich Gütersloh ein überdimensionales Theater leisten kann, dann sollte man jetzt nicht an einem vernünftigen Hallenbad sparen. Oder wo sollen zukünftig die Kinder schwimmen lernen, Rettungsschwimmer ausgebildet werden oder Menschen mit Behinderung die Möglichkeit haben, schwimmen zu gehen? Weder die Welle noch das Freibad bieten diese Möglichkeiten. Die Vereine und Schulen verlangen kein Luxusbad. Sie wollen nur einen adäquaten Ersatz, um ihre Angebote wie bisher durchführen zu können. Immerhin kommen ca. 4000 Nutzer wöchentlich in das Hallenbad aus Schulen und Vereinen. Und diese bringen regelmäßige Einnahmen. Wird das Bad also nicht nach deren Belangen gebaut, wie sollen dann die laufenden Kosten überhaupt gedeckt werden? Denn das "Sparbad" bietet auch der Öffentlichkeit keinen Anreiz, es zu nutzen. Es geht nicht immer NUR um das liebe Geld. Der Wassersport in seinen vielen Facetten bietet vielen Menschen Gesundheitsförderung und Lebensqualität.
Anke (nicht überprüft)
15. November 2011 - 18:17
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Liebe "Anette", vielen Dank
Liebe "Anette", vielen Dank für die ausführliche Positionierung für ein neues Hallenbad. Wir als Initiative haben uns nicht für oder gegen einen Hallenbadneubau ausgesprochen. Da hat jedes unserer Mitglieder einen eigenen Standtpunkt. Und das ist auch gut so. Was uns als Initiative aber einigt ist der Prozess der Meinungsbildung in der Stadt: Wir setzen uns für Transparenz ein. D.h. wir fragen nach den Kosten, nach Folgekosten, nach der Finanzierung, dem Unterhalt, nach Alternativen. Und letztlich: Was wollen eigentlich die Bürger? Und zwar die breite Bürgerschaft? Nicht etwa Einzelne oder die organisierten Vereine?
In Zeiten schmaler Geldbörsen wäre es an der Zeit, die Bürgerschaft darüber aufzuklären, was der Spaß denn kosten wird. Beim Theater hat man das versäumt, bis heute ist nicht klar, wie die Stadt die jährlichen Fehlbeträge begleichen will.
Zudem muss bei einem solchen Prozess deutlich werden, wer hier eigentlich entsscheidet: Die Stadt? Die Stadtwerke GT? Die Stadtwerke BI? All das ist nicht deutlich. Und kann zu einem unbezahlbaren Bummerang für alle werden.
Daher favorisieren wir eine öffentliche transparente Diskussion dazu.
Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch sind, kann entschieden werden.
Denn bedenken Sie: In vielen anderen Kommunen werden Bäder geschlossen. Und viele weitere Großprojekte stehen auf dem Zettel der Stadt: Feuerwehrsanierung, Pensionszahlungen für die städt. Bediensteten, Schuldenabbau und Konsolidierung des Haushaltes.
Alles Fakten, die sonst unsere nachfolgende Generation vor den Füßen liegen. Die kann dann zwar schwimmen, aber bekommt keinen Grund mehr unter die Füße.
Viele Grüße
Anke Knopp